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Praxisleitfaden: Export von deutschen, schweizerischen und österreichischen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika, Pharmazeutika und Medizinprodukten in die USA.

 

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U.S. FDA Registrierung & Compliance



FDA-Registrierung für Exporteure: Schnell, strukturiert & professionell


Der umfassende Praxisleitfaden für europäische und internationale Unternehmen, die Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika, Arzneimittel oder Medizinprodukte in die Vereinigten Staaten exportieren möchten.

Für wen ist dieser Leitfaden?

Für Hersteller, Verarbeiter, Verpacker, Lagerhalter, Exporteure, Distributoren und andere Unternehmen, die FDA-regulierte Produkte für den US-Markt herstellen oder vertreiben.

Welche Themen werden behandelt?

FDA-Registrierung, U.S. Agent, UFI/DUNS, Produktlistung, Prior Notice, FSVP, Labeling, Import Compliance und laufende FDA-Pflichten.


1. Der US-Markt als Chance und regulatorische Herausforderung


Die Vereinigten Staaten gehören zu den größten und kaufkräftigsten Verbrauchermärkten weltweit. Für Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern kann der Einstieg in den US-Markt erhebliche neue Absatzmöglichkeiten eröffnen. Besonders attraktiv sind hochwertige Spezialitäten, innovative Produkte, europäische Marken, funktionelle Lebensmittel, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte und zahlreiche weitere Produktgruppen.

Ein erfolgreicher Markteintritt erfordert jedoch deutlich mehr als einen amerikanischen Vertriebspartner oder einen Online-Shop. Produkte, die unter die Zuständigkeit der U.S. Food and Drug Administration (FDA) fallen, müssen die jeweils anwendbaren regulatorischen Anforderungen erfüllen. Dies betrifft nicht nur die Herstellung selbst, sondern je nach Produkt auch Registrierung, Produktlistung, Etikettierung, Sicherheitsdokumentation, Importverfahren und laufende Compliance-Pflichten.

Für ausländische Unternehmen kann das US-Regelwerk zunächst unübersichtlich wirken. Die Anforderungen unterscheiden sich erheblich zwischen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika, Medizinprodukten und Arzneimitteln. Ein Verfahren, das für einen Lebensmittelhersteller richtig ist, kann für einen Medizinproduktehersteller völlig ungeeignet sein.

Deshalb sollte vor jeder Registrierung zunächst geklärt werden, welche FDA-Produktkategorie tatsächlich vorliegt, welche Rolle das ausländische Unternehmen innerhalb der Lieferkette übernimmt und welche zusätzlichen regulatorischen Anforderungen daraus entstehen.


Grundprinzip: Eine FDA-Registrierung sollte niemals isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist die gesamte Lieferkette – vom ausländischen Hersteller über U.S. Agent, Importeur und gegebenenfalls FSVP Importer bis zum amerikanischen Distributor oder Online-Händler.

Warum frühzeitige Vorbereitung wichtig ist

Viele Probleme entstehen erst dann, wenn eine Sendung bereits unterwegs ist. Zu diesem Zeitpunkt können Änderungen an Registrierung, Labeling, Importdokumenten oder Lieferkettenrollen teuer und zeitkritisch werden. Eine regulatorische Prüfung vor Produktionsbeginn oder spätestens vor der ersten Ausfuhr kann spätere Verzögerungen erheblich reduzieren.


Vor dem Export

Produktklassifizierung, Registrierung, U.S. Agent, Produktlistung, Labeling und Importstruktur sollten geprüft und dokumentiert werden.

Vor der ersten Sendung

Importeur, FSVP-Verantwortlichkeit, Prior Notice, Transportdokumente und relevante FDA-Informationen sollten verfügbar sein.


2. Welche Unternehmen und Produktgruppen sind betroffen?


Die FDA reguliert zahlreiche Produkte, die in den Vereinigten Staaten hergestellt, verkauft oder eingeführt werden. Für internationale Unternehmen ist besonders wichtig, dass sich die Registrierungspflicht häufig auf die Betriebsstätte und nicht ausschließlich auf die Marke oder das einzelne Produkt bezieht.

Abhängig von der Produktgruppe kann beispielsweise ein Hersteller, Verarbeiter, Verpacker, Lagerhalter oder eine andere Einrichtung registrierungspflichtig sein. In anderen Fällen ist zusätzlich eine individuelle Produktlistung erforderlich.


Lebensmittel & Getränke

Hierzu gehören unter anderem konventionelle Lebensmittel, Getränke, Backwaren, Snacks, Gewürze, Kaffee, Tee, Süßwaren, Tiefkühlprodukte und zahlreiche andere Lebensmittelkategorien.

Nahrungsergänzungsmittel

Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Inhaltsstoffe, Aminosäuren und andere Supplement-Produkte unterliegen zusätzlichen Anforderungen an Herstellung, Claims, Supplement Facts und Kennzeichnung.

Kosmetika

Dazu zählen Hautpflegeprodukte, Haarpflege, Make-up, Parfüm und zahlreiche weitere kosmetische Erzeugnisse. MoCRA hat die Compliance-Pflichten für viele Unternehmen deutlich erweitert.

Medizinprodukte

Das Spektrum reicht von einfachen Produkten wie Bandagen bis hin zu komplexen diagnostischen oder therapeutischen Geräten und bestimmten Softwareprodukten.

OTC-Arzneimittel

Bestimmte Sonnenschutzmittel, Antischuppenshampoos, Hautschutzprodukte, Antitranspirantien oder andere Produkte können regulatorisch als Arzneimittel eingestuft werden.

Verschreibungspflichtige Arzneimittel

Für verschreibungspflichtige Produkte gelten umfassende Anforderungen an Zulassung, Herstellung, Registrierung und Produktlistung.


Die Tätigkeit des Unternehmens ist ebenso wichtig wie das Produkt

Zwei Unternehmen, die mit dem gleichen Produkt arbeiten, können unterschiedliche regulatorische Verpflichtungen haben. Ein Hersteller kann beispielsweise registrierungspflichtig sein, während ein Distributor andere Anforderungen erfüllen muss. Deshalb sollte die regulatorische Rolle jedes Beteiligten ausdrücklich dokumentiert werden.


Praxis-Tipp: Erfassen Sie für jede Lieferkette mindestens Hersteller, Verarbeiter, Verpacker, Lagerhalter, Exporteur, amerikanischen Importeur, FSVP Importer – soweit anwendbar – sowie Distributor oder Fulfillment-Partner.

3. FDA-Anforderungen nach Produktgruppe


Die wichtigsten Unterschiede zwischen den Produktgruppen liegen in der Art der Registrierung, dem Erneuerungsrhythmus, den Produktlistungen und zusätzlichen Compliance-Anforderungen. Eine universelle „FDA-Registrierung“ für alle Produkte gibt es daher nicht.


Lebensmittel & Nahrungsergänzung


Registrierung Für viele betroffene Einrichtungen ist eine Food Facility Registration erforderlich.

U.S. Agent Ausländische registrierungspflichtige Einrichtungen benötigen grundsätzlich einen U.S. Agent.

Import Prior Notice und gegebenenfalls FSVP sind wichtige Bestandteile des Importprozesses.

Labeling Nutrition Facts oder Supplement Facts, Zutatenlisten und Allergeninformationen können vorgeschrieben sein.

Medizinprodukte


Registrierung Bestimmte Einrichtungen müssen jährlich registriert werden.

Device Listing Betroffene Produkte müssen zusätzlich gelistet werden.

Premarket-Anforderungen Je nach Klassifizierung können zusätzliche regulatorische Verfahren erforderlich sein.

U.S. Agent Ausländische Hersteller benötigen einen zuständigen U.S. Agent.

Arzneimittel


Registrierung Betroffene Drug Establishments müssen registriert werden.

Drug Listing Arzneimittelprodukte unterliegen zusätzlichen Listing-Anforderungen.

Produktstatus Der regulatorische Status des jeweiligen Produkts muss vor der Vermarktung eindeutig geklärt werden.

Labeling Arzneimittelkennzeichnungen unterliegen umfangreichen inhaltlichen Anforderungen.

Kosmetika


Facility Registration Bestimmte kosmetische Einrichtungen müssen registriert werden.

Product Listing Kosmetikprodukte können den MoCRA-Listing-Anforderungen unterliegen.

Safety Substantiation Unternehmen müssen die Sicherheit ihrer Produkte angemessen belegen können.

Claims Medizinische oder therapeutische Claims können die regulatorische Einstufung eines Produkts verändern.


Warum Produktklassifizierung entscheidend ist


Die regulatorische Einstufung basiert nicht ausschließlich darauf, wie ein Hersteller sein Produkt bezeichnet. Inhaltsstoffe, Zweckbestimmung, Werbeaussagen, Etikettierung und Darstellung gegenüber Verbrauchern können die FDA-Klassifizierung beeinflussen.

Besonders bei Kosmetika, Nahrungsergänzungsmitteln und OTC-Produkten können Claims entscheidend sein. Eine Aussage, die lediglich kosmetisch klingt, kann unter bestimmten Umständen eine therapeutische Zweckbestimmung vermitteln und damit zusätzliche Arzneimittelanforderungen auslösen.


4. Schlüsselkomponenten einer erfolgreichen FDA-Registrierung


Eine erfolgreiche Registrierung beginnt lange vor dem eigentlichen Ausfüllen eines FDA-Formulars. Unternehmen sollten zunächst ihre Stammdaten, Betriebsstätten, regulatorischen Rollen und Produktinformationen strukturieren.


Unternehmensname

Die offizielle Firmierung sollte konsistent in FDA-Unterlagen, UFI-Datensätzen, Rechnungen und anderen relevanten Unternehmensdokumenten erscheinen.

Physische Betriebsadresse

Die tatsächliche Betriebsstätte sollte eindeutig identifizierbar sein. Unstimmigkeiten können Verifizierungsprozesse erschweren.

UFI / DUNS

Wo ein Unique Facility Identifier erforderlich ist, müssen die hinterlegten Informationen mit den Registrierungsdaten übereinstimmen.

Produktkategorien

Unternehmen sollten vorab bestimmen, welche Produktkategorien tatsächlich am betreffenden Standort hergestellt, verarbeitet, verpackt oder gelagert werden.


Der U.S. Agent

Der U.S. Agent fungiert bei bestimmten ausländischen FDA-Registrierungen als amerikanischer Ansprechpartner der Einrichtung. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die FDA Mitteilungen, Rückfragen oder andere regulatorische Kommunikation an eine ausländische Firma richten muss.

Unternehmen sollten darauf achten, dass Kontaktdaten des U.S. Agenten aktuell sind und dass der Agent seine Rolle kennt und entsprechende FDA-Kommunikation zuverlässig weiterleiten kann.


Wichtige Abgrenzung: U.S. Agent, FSVP Importer, Initial Importer, Distributor und Importer of Record sind nicht automatisch dieselbe Funktion. Welche Rollen erforderlich sind, hängt von der Produktgruppe und der konkreten Lieferkette ab.

FDA-Accounts und Zugangsdaten

FDA-Registrierungen sollten als langfristige Unternehmensressource betrachtet werden. Login-Daten, Bestätigungen, Registrierungsnummern und Ansprechpartner sollten daher kontrolliert verwaltet und nicht ausschließlich bei einem ehemaligen Mitarbeiter oder Händler gespeichert werden.

Änderungen an Eigentümerstruktur, Firmierung, Adresse, Produktkategorien oder Ansprechpartnern sollten daraufhin geprüft werden, ob eine Aktualisierung bestehender FDA-Datensätze erforderlich ist.


5. Schritt für Schritt zur FDA-Registrierung


Ein strukturierter Registrierungsprozess reduziert das Risiko von Fehlern und unnötigen Verzögerungen. Die folgenden Schritte können als grundlegender Ablauf für die Vorbereitung dienen.


1

Produkt klassifizieren

Prüfen Sie Produktart, Zusammensetzung, Verwendungszweck, Claims und Zielgruppe. Daraus ergibt sich, welche regulatorischen Vorschriften grundsätzlich gelten.

2

Lieferkette erfassen

Identifizieren Sie Hersteller, Verpacker, Lagerhalter, Exporteur, Importeur, Distributor und weitere beteiligte Unternehmen.

3

Stammdaten verifizieren

Kontrollieren Sie Firmierung, physische Adresse, Kontaktinformationen und gegebenenfalls UFI-Daten.

4

U.S. Agent festlegen

Bestimmen Sie für ausländische Einrichtungen einen geeigneten amerikanischen Ansprechpartner, soweit dies regulatorisch erforderlich ist.

5

Registrierung einreichen

Übermitteln Sie die erforderlichen Betriebsstätteninformationen über das zuständige elektronische FDA-System.

6

Produktlistung abschließen

Prüfen Sie, ob für Ihre Produktgruppe zusätzliche Produkt- oder Device-Listings erforderlich sind.

7

Labeling überprüfen

Kontrollieren Sie Identität, Zutaten, Warnhinweise, Claims, Nettofüllmenge und weitere vorgeschriebene Kennzeichnungselemente.

8

Import vorbereiten

Stellen Sie sicher, dass Importeur, FSVP-Struktur, Prior Notice und Versanddokumentation rechtzeitig organisiert sind.


Nach der Registrierung ist der Prozess nicht beendet

Viele Unternehmen betrachten die Registrierungsbestätigung als Abschluss des FDA-Projekts. Tatsächlich beginnt danach die laufende Compliance. Registrierungsdaten müssen aktuell gehalten, Erneuerungen fristgerecht vorgenommen und Veränderungen in der Lieferkette berücksichtigt werden.


6. Weitere regulatorische Anforderungen beim Export


Eine FDA-Registrierung allein garantiert nicht, dass eine Sendung ohne weitere Voraussetzungen in die Vereinigten Staaten eingeführt werden kann. Je nach Produkt existieren zusätzliche Anforderungen, die getrennt geprüft werden müssen.


Prior Notice

Für viele Lebensmittelsendungen ist vor dem Eintreffen in den Vereinigten Staaten eine elektronische Vorabmeldung erforderlich. Die Daten müssen mit der tatsächlichen Sendung übereinstimmen.

FSVP

Bei vielen Lebensmittelimporten muss ein FSVP Importer sicherstellen, dass ausländische Lieferanten nach angemessenen Verfahren bewertet und verifiziert werden.

FDA-konformes Labeling

Produkte müssen gegebenenfalls spezifische Kennzeichnungsvorgaben erfüllen. Registrierung und Etikettenkonformität sind zwei getrennte Themen.

Produktlistungen

Arzneimittel, Medizinprodukte und Kosmetikprodukte können zusätzliche Produktlistungsanforderungen haben.

Importdokumentation

Handelsrechnung, Transportdokumente, Herstellerangaben, Produktbeschreibung und weitere Informationen sollten konsistent und vollständig sein.

US-Vertriebskanal

Amazon FBA, Marketplace-Verkäufer, Distributoren und Direktvertrieb können unterschiedliche praktische Compliance-Anforderungen mit sich bringen.


Prior Notice bei Lebensmitteln

Eine häufige Fehlannahme ist, dass die Food Facility Registration automatisch die jeweilige Sendung abdeckt. Tatsächlich ist die Prior Notice eine separate Meldung. Sie enthält Informationen über das Produkt, die Betriebsstätte, den Versender, den Empfänger und den geplanten Transport.

Unternehmen sollten deshalb einen zuverlässigen Prozess implementieren, der sicherstellt, dass die erforderlichen Informationen vor dem Versand vollständig vorliegen und die Meldung rechtzeitig übermittelt wird.

FSVP-Verantwortung

Für Lebensmittelimporte sollte frühzeitig geklärt werden, wer als FSVP Importer verantwortlich ist. Diese Rolle ist nicht identisch mit dem U.S. Agent einer ausländischen Food Facility. Eine unklare Zuordnung kann im Importprozess erhebliche Probleme verursachen.


7. Häufige Fehler bei FDA-Registrierung und Import Compliance


Viele FDA-Probleme entstehen nicht durch besonders komplizierte Vorschriften, sondern durch vermeidbare administrative Fehler. Inkonsistente Daten, veraltete Ansprechpartner oder falsch verstandene regulatorische Rollen können zu erheblichen Verzögerungen führen.


1

Abweichende Firmierung.
Unterschiedliche Schreibweisen des Unternehmensnamens können bei der Verifizierung von Registrierungsdaten Probleme verursachen.

2

Falsche Betriebsadresse.
Die registrierte Adresse sollte die tatsächlich relevante Betriebsstätte eindeutig identifizieren.

3

Veralteter U.S. Agent.
Ein Ansprechpartner, der nicht mehr erreichbar ist, kann wichtige FDA-Kommunikation verzögern.

4

Registrierung mit Produktfreigabe verwechselt.
Eine registrierte Betriebsstätte bedeutet nicht automatisch, dass jedes Produkt vermarktet werden darf.

5

Labeling nicht geprüft.
Etiketten können trotz aktiver Registrierung regulatorisch problematisch sein.

6

FSVP Importer fehlt.
Bei Lebensmittelimporten kann eine fehlende oder falsch zugeordnete FSVP-Verantwortung zu Problemen führen.

7

Erneuerungsfrist versäumt.
Abgelaufene oder nicht rechtzeitig erneuerte Registrierungen können den Import beeinträchtigen.

8

Änderungen nicht aktualisiert.
Firmen-, Eigentümer-, Adress- oder Kontaktänderungen sollten darauf geprüft werden, ob ein FDA-Update erforderlich ist.


Besonders wichtig: Unternehmen sollten nicht davon ausgehen, dass ein Logistikdienstleister, Marketplace, Zollbroker oder amerikanischer Kunde automatisch sämtliche FDA-Verpflichtungen übernimmt. Verantwortlichkeiten sollten schriftlich festgelegt werden.

8. Schnellstart-Checkliste für Exporteure


Die folgende Checkliste kann als interner Projektplan vor der ersten USA-Ausfuhr verwendet werden. Sie ersetzt keine produktspezifische regulatorische Prüfung, hilft jedoch dabei, typische Lücken frühzeitig zu erkennen.


1

Produktklassifizierung abschließen.
Bestimmen Sie die zutreffende FDA-Produktkategorie und regulatorische Zweckbestimmung.

2

Betriebsstätten identifizieren.
Erfassen Sie alle relevanten Produktions-, Verarbeitungs-, Verpackungs- und Lagerstandorte.

3

Firmendaten verifizieren.
Kontrollieren Sie offizielle Firmierung, physische Adresse und Kontaktdaten.

4

UFI/DUNS prüfen.
Stimmen die hinterlegten Informationen mit den FDA-Registrierungsdaten überein?

5

U.S. Agent bestimmen.
Benennen Sie einen geeigneten amerikanischen Ansprechpartner, soweit erforderlich.

6

Registrierung einreichen.
Führen Sie die passende Betriebsstättenregistrierung vollständig durch.

7

Produktlistung prüfen.
Bestimmen Sie, ob Device Listing, Drug Listing, Cosmetic Product Listing oder andere Listings nötig sind.

8

Labeling kontrollieren.
Prüfen Sie Pflichtangaben, Claims, Zutaten und Warnhinweise.

9

Importstruktur festlegen.
Bestimmen Sie Importeur, FSVP Importer, Distributor und sonstige verantwortliche Parteien.

10

Prior Notice vorbereiten.
Für Lebensmittel sollte ein zuverlässiger Prozess für jede relevante Sendung eingerichtet sein.

11

Unterlagen zentral speichern.
Registrierungsbestätigungen, Listings, Labels und Korrespondenz sollten jederzeit zugänglich sein.

12

Compliance-Kalender einrichten.
Überwachen Sie Erneuerungen, Updates und andere wiederkehrende regulatorische Pflichten.


9. Laufende FDA Compliance nach erfolgreicher Registrierung


FDA Compliance ist kein einmaliges Projekt. Unternehmen sollten nach der Erstregistrierung ein internes System einrichten, um Änderungen, Erneuerungen und regulatorische Dokumentation langfristig zu verwalten.


Registrierungen überwachen

Ablauf- und Erneuerungstermine sollten frühzeitig im Compliance-Kalender erfasst werden.

Produktänderungen prüfen

Änderungen an Rezeptur, Produktname, Verpackung, Claims oder Zweckbestimmung können regulatorische Auswirkungen haben.

Lieferkette aktualisieren

Neue Hersteller, Lagerstandorte, Importeure oder Vertriebspartner sollten vor Verwendung geprüft werden.

Dokumentation bereithalten

Relevante Compliance-Unterlagen sollten bei behördlichen Rückfragen schnell verfügbar sein.


Änderungen nicht bis zur nächsten Erneuerung aufschieben

Unternehmen sollten prüfen, ob wesentliche Änderungen bereits während des laufenden Registrierungszeitraums aktualisiert werden müssen. Ein veralteter Datensatz kann insbesondere dann problematisch werden, wenn FDA- oder Importinformationen mit aktuellen Handelsdokumenten nicht übereinstimmen.

Interne Zuständigkeiten festlegen

Empfehlenswert ist die Benennung einer internen Person oder eines externen Compliance-Dienstleisters, der FDA-Fristen, Änderungen und regulatorische Kommunikation zentral koordiniert. Dadurch lässt sich vermeiden, dass wichtige Aufgaben zwischen Vertrieb, Logistik, Qualitätsmanagement und Geschäftsführung verloren gehen.


10. Fazit: FDA-Registrierung als Teil einer nachhaltigen US-Strategie


Die FDA-Registrierung ist ein zentraler Bestandteil des Markteintritts für viele internationale Unternehmen, sollte aber nicht als isolierte Formalität betrachtet werden. Ein erfolgreicher Export in die Vereinigten Staaten entsteht durch das Zusammenspiel aus korrekter Produktklassifizierung, Betriebsstättenregistrierung, geeigneten amerikanischen Ansprechpartnern, Produktlistungen, Labeling und einer funktionierenden Importstruktur.

Unternehmen, die diese Anforderungen bereits vor der ersten Ausfuhr systematisch organisieren, können viele typische Schwierigkeiten vermeiden. Dies gilt insbesondere für Lieferketten mit mehreren Herstellern, Handelsunternehmen, Online-Marktplätzen, Fulfillment-Centern oder unterschiedlichen Importpartnern.

Ebenso wichtig ist die laufende Pflege der Compliance-Struktur. Neue Produkte, Änderungen an Etiketten, zusätzliche Produktionsstandorte oder ein Wechsel des U.S. Agenten können Auswirkungen auf bestehende FDA-Datensätze haben.

Ein professionell aufgebautes Compliance-System hilft daher nicht nur beim ersten Import. Es unterstützt das Unternehmen langfristig dabei, regulatorische Anforderungen kontrolliert zu verwalten und den Zugang zum amerikanischen Markt nachhaltig abzusichern.


Zusammengefasst: Produkt klassifizieren, Lieferkette verstehen, Registrierungen korrekt durchführen, U.S.-Rollen eindeutig festlegen, Labeling prüfen, Importanforderungen vorbereiten und sämtliche Compliance-Pflichten dauerhaft überwachen.


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© 2026 ITB HOLDINGS LLC. Dieser Leitfaden dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die konkret anwendbaren FDA-Anforderungen hängen von Produkt, Tätigkeit, Zweckbestimmung und Lieferkette des jeweiligen Unternehmens ab.

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